22. Mai 2017

[Rezension] Die Schatten von Race Point - Patry Francis

Titel: Die Schatten von Race Point
Autor/in: Patry Francis
Seitenanzahl: 592
Verlag: Blanvalet
Preis: 9,99 €




Eine Liebe, die stärker ist als das Leben.

Cape Cod, 1978. 
Als Kinder sind Hallie Costa und Gus Silva unzertrennlich, als Teenager werden sie ein Liebespaar - bis ein dramatischer Vorfall am Strand von Race Point sie scheinbar unwiederbringlich auseinandertreibt.
Doch Hallie kann ihren Freund nie vergessen, und als Gus Jahre später eines Mordes angeklagt wird, muss sie sich ihren Gefühlen stellen, denn seine ganze Existenz steht auf dem Spiel. Kann sie ihm noch einmal helfen, bevor es zu spät ist?
Hallie kehrt in ihre Heimatstadt zurück und stößt dort unerwartet auf dunkle Geheimnisse von ungeahnten Dimensionen...



Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich sofort, dass es eine kitschige Liebesgeschichte ist. Eine Geschichte, die von zwei Protagonisten handelt, die sich von klein auf kennen und sich anschließend ineinander verlieben.
Aber es ist viel mehr als das!
Dieses Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Es enthält auch einen Hauch von Krimi und natürlich Drama. Ich persönlich finde so eine Mischung perfekt! ☺

Am Anfang des Buches lernen wir die neun jährige Hallie Costa kennen. Sie ist eine Halbwaise und lebt mit ihrem Vater - der Arzt und ein herzensguter Mensch ist - zusammen, nachdem ihre Mutter gestorben ist. Bei Hallie gefiel mir ihre Entwicklung sehr gut. Meiner Meinung nach durchlebt sie in der Geschichte die größte Veränderung.
Gus Silva´s Mutter wird ermordet und er verstummt. Hallie kümmert sich um ihn.
Jedoch kann ich sein handeln manchmal nicht wirklich nachvollziehen.

Die Schriftstellerin schafft es mit ihren flüssigen, aber auch tiefgründigen Schreibstil, die Leser von Anfang an mitzureißen. Das Buch ist in sieben Abschnitten geteilt und es wird abwechselnd aus der Perspektive der Protagonisten erzählt. Das gibt wiederum den Leser die Möglichkeit nachzuvollziehen wieso der einzelne Charakter so handelt, was er über eine Sache denkt oder was er fühlt.

An manchen Stellen wurde die Geschichte in die Länge gezogen, aber danach gab es meistens ein Kapitel, was mich wieder in die Bahn gezogen hat.




 Ein Roman über Freundschaft, Liebe, Verrat und Eifersucht. Aber auch über Gewalt und Verlust!




"Ich habe auf dich gewartet. Selbst, als ich noch kaum sprechen konnte,
habe ich nach dir gerufen."


1. Mai 2017

[Rezension] Club der letzten Wünsche - Tamy Fabienne Tiede

Titel: Club der letzten Wünsche
Autor/in: Tamy Fabienne Tiede
Seitenanzahl: 288
Verlag: Piper
Preis: 9,99 €




Unter freiem Himmel schlafen, ans Meer fahren, dich ein letztes mal Hals über Kopf verlieben?

Diese Fragen schwirren in Jesslyns Kopf, als sie die erschütternde Diagnose erhält: Sie hat Krebs. Dabei gibt es noch so vieles, was sie unbedingt erleben will.
Also schreibt sie eine Liste, die ihre letzten kleinen und großen Wünsche enthält. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr bei deren Erfüllung zur Seite stehen und ihr zeigen, dass das Leben - so kurz es auch sein mag - wundervolle Momente bereithält...




Zuallererst möchte ich mich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!

Ich liebe es Bücher zu lesen, wo es um Schicksal geht. Ich liebe Bücher die Drama enthalten, deswegen waren meine Erwartungen bei diesem Buch auch sehr hoch. 
Die Protagonistin Jesslyn hatte keine leichte Kindheit und leider auch keine einfache Gegenwart bzw. Zukunft. Sie bekommt mit 19 Jahren die Diagnose Krebs.
Zu den Protagonisten; 
Mir persönlich war Jesslyn, mit ihrer Art sehr anstrengend. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass sie Angst hat und dauernd wütend und frech ist, aber es war nervig wie sie manchmal James, ihren Freund behandelt hat. Oft wirkte sie sehr kindisch.
James arbeitet im Krankenhaus und versucht für Jesslyn da zu sein, für mich ist es selbstverständlich, dass er manchmal selbst nicht mehr konnte und da konnte ich mit ihm mitfühlen.
Der Halbbruder von Jesslyn, Boomer, fand ich total lieb! Er hat einen sehr tollen Humor.
Ein Charakter hab ich total gehasst und das war die Mutter der Hauptprotagonistin. Ich verstehe nicht, wie sie zu ihrer eigenen Tochter so sein konnte und sich dann gar nicht mehr für sie interessiert hat. Das fand ich echt krank.
Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben und der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lese gewesen.
Nur leider hat mich das Buch sehr stark an "Bevor ich sterbe" erinnert. Außerdem konnte mich das Buch nicht wirklich berühren, weil das meiste vorhersehbar war,




"Club der letzten Wünsche" hat mir insgesamt nicht gefallen. In den ersten 100 Seiten ist nicht wirklich etwas passiert und es konnte mich leider nicht emotional stimmen bzw. berühren.